Teilregionalplan Energie Mittelhessen

Erklärung zum Beschluss zur zweiten Offenlage des Teilregionalplans Energie

Energiewende ohne Windkraft in Mittelhessen nicht machbar! Teilregionalplan muss jetzt zügig weiter bearbeitet werden  

Für die grüne Fraktion in der Regionalversammlung Mittelhessen hat die Zustimmung zu den Beschlussvorlagen zur zweiten Offenlage des Teilregionalplans Energie in der Sitzung der Regionalversammlung Mittelhessen am 23. Juli 2015 vor allem Verfahrensgründe. „Eine weitere Verzögerung der Planung kommt für uns nicht in Frage und die zweite Offenlage ist daher der richtige Weg, auch wenn wir Bedenken an der Planungsinhalten haben“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Dr. Karsten McGovern.

Ein Teil der Bedenken hat nach Einschätzung der grünen Fraktion damit zu tun, dass das energiepolitische Ziel sehr schwer zu erreichen sein wird. Bis 2020 sollte der Anteil der erneuerbaren Energien in Mittelhessen 33% vom Strom- und Wärmeendverbrauch decken. „Ein äußerst ehrgeiziges Ziel, wie sich angesichts dessen, dass wir heute erst bei ca. 15% liegen, deutlich zeigt“, meint McGovern, der zugleich deutlich macht, dass die Windkraft beim Ausbau die größte Rolle spielen muss. „Von den 6 TWh benötigter erneuerbarer Energie müssen 2020 3 TWh aus der Windkraft kommen, weil alle andere Energieträger derzeit nicht diese Ausbaukapazitäten haben“, verweist McGovern auf die Erläuterungen im Entwurfstext des Teilregionalplans. Bei einem derzeitigen Anteil der Windkraft von 0,6 TWh sei also noch einiges nötig.

Der Regionalplan biete mit 2,3% Flächen für die vorrangige Nutzung durch die Windenergie die Chancen zum Ausbau. Allerdings seien Genehmigungsverfahren schwierig, es gelte den Artenschutz zu gewährleisten und den Bedenken der Bevölkerung Rechnung zu tragen.

„Um nunmehr aber auch Planungssicherheit zu schaffen, muss der Plan in die nächste Offenlage“, betont McGovern. Vor allem die im Plan als unstrittig anzusehenden Flächen für die Windkraft böten sich für Planungen an, die hoffentlich auch von Bürgerinnen und Bürgern aus der Region vorangetrieben würden.

Weitere Hinweise finden Sie in der folgenden Stellungnahme:

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